Das „Celle-Paradoxon "
Wie eine niedersächsische Lokalredaktion eine zentrale Frage des digitalen Journalismus neu stelltJournalismus im globalen UmbruchDer Journalismus befindet sich weltweit in einer Phase tiefgreifender Transformation. Traditionelle Geschäftsmodelle, die über Jahrzehnte hinweg relativ stabil funktionierten, geraten durch Digitalisierung, Plattformökonomie und veränderte Mediennutzung zunehmend unter Druck. Selbst international führende Medienhäuser wie die New York Times, The Guardian, Le Monde oder in Deutschland Axel Springer, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung investieren enorme Ressourcen, um ihre Rolle im digitalen Nachrichtenmarkt neu zu definieren.Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Frage, wie Journalismus finanziert werden kann. Ebenso entscheidend ist, wie Nachrichten im digitalen Raum überhaupt noch gefunden werden. Suchmaschinen, soziale Netzwerke und algorithmische Empfehlungssysteme bestimmen heute maßgeblich, welche Inhalte sichtbar werden – und welche im digitalen Hintergrund verschwinden.Die amerikanische Medienforscherin Emily Bell, Direktorin des Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University, formulierte diese Entwicklung bereits vor Jahren prägnant:„Journalism is increasingly dependent on platforms that it does not control.“(Journalismus wird zunehmend von Plattformen abhängig, die er selbst nicht kontrolliert.)Diese Verschiebung verändert die Machtverhältnisse innerhalb der Medienökonomie fundamental.Die wachsenden „News Deserts“Besonders deutlich zeigt sich die Krise im lokalen Journalismus. a href="https://celler-presse.de/">Celler PresseCeller PresseCeller PresseCeller Presse